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DIY-E-Gitarrenreparatur: Welche Reparaturen lassen sich selbst durchführen?

Leidenschaftliche E-Gitarrenspieler kennen das Problem, wenn das Instrument hin und wieder einmal verstimmt ist oder anderweitige Probleme bezüglich des Klanges oder der Funktion auftreten. Doch all dies bedeutet nicht, dass gleich eine neue E-Gitarre gekauft werden muss. Denn einige der gegebenenfalls notwendigen Reparaturen kann jeder Gitarrist selbst durchführen.

Die E-Gitarre auf mögliche Fehlerquellen prüfen

Wer gerne auf seiner E-Gitarre spielt, weiß längst, dass dabei nicht nur das Instrument selbst relativ fehleranfällig ist, sondern ebenso weitere Komponenten wie Kabel, Effektgeräte, Boxen und Röhren. Generell macht es demnach durchaus Sinn, bei Störungen oder unangenehmem Klang erst einmal die E-Gitarre selbst auf Fehlerquellen zu prüfen. Dabei schaltet man das komplette Equipment, das verwendet wird, einfach ein und verkabelt nach traditionellem Muster. Tauscht man die vermeintlich fehlerhafte Klampfe aus und besteht der Defekt trotzdem noch, liegt der Fehler wohl woanders.

Potentiometer überprüfen und auf reibungslose Funktion testen

Unverwechselbare Klänge der E-Gitarre lassen sich meist durch elektromagnetische Pickups produzieren. Die individuellen Töne und Schwingungen der Saiten werden dabei durch sogenannte Potentiometer verändert, die von passionierten E-Gitarristen auch einfach Potis genannt werden. Ist einer dieser Faktoren beeinträchtigt oder arbeitet er nicht mehr zuverlässig, kommt es zu kratzenden oder einfach unnatürlich wirkenden Geräuschen.

Es empfiehlt sich also ein Test dieser Potentiometer nacheinander mit unterschiedlichen Pickup-Konfigurationen. Verändern sich weder Ton noch Lautstärke, sobald ein Potis betätigt wird, liegt ein Fehler am Bauteil vor und die Gitarrenreparatur kann hier begonnen werden.

Auch Tonabnehmer können eine Fehlerquelle sein

Wer sich über fachlich versierte Magazine wie www.tubeampdoctor.com/magazin/gitarrenreparatur-was-kann-ich-selbst-machen/ informiert, stellt auch fest, dass sogenannte Tonabnehmer eine Fehlerquelle darstellen können. Denn diese spielen beim unverwechselbaren Instrumentenklang eine wesentliche Rolle, viele erinnern sich noch an den einzigartigen Sound der 1950er-Jahre. Dieser wurde durch den bekannten und beliebten Humbucker erzeugt.

Tonabnehmer entwickeln im Laufe der Zeit oft kalte Lötstellen oder defekte Erdungen bzw. Wackelkontakte bezüglich der Verdrahtung. In der Folge kommt es zu Fehlern bei der Wiedergabe. Deshalb sollten diese sogenannten Pickups auch getestet werden, was durchaus in Eigenregie erfolgen kann.

Auch die Elektronik kann vom Gitarristen selbst repariert werden

Gibt es bezüglich der E-Gitarre weiterhin eine Fehlermeldung oder aber ungewöhnliche Klänge, lohnt sich ein Blick auf die Elektronik. Defekte Schalter können ebenso eigenständig getauscht werden wie eine fehlerhaft verlötete Ausgangsbuchse, die vermehrt zu Wackelkontakten führen kann. Ist die Erdung nur mangelhaft vorhanden, entsteht ein Grundrauschen, das sich mehr als unangenehm anhört.

Die E-Gitarrenreparatur kann so einfach sein: Manchmal muss einfach nur ein Kabel getauscht werden

Zu den Maßnahmen, die eine defekte E-Gitarre wieder in Gang bringen können, zählt es auch, einfach mal die Kabel zu prüfen. Liegt hier ein Kabelbruch vor, leidet die Qualität der Ausgangsbuchse und die Töne klingen wie ein Rauschen oder Rattern. Der Austausch durch ein klassisches Instrumentenkabel, welches einen Neutrik-Stecker aufweist, ist rasch erfolgt, womit auch die Qualität der Akustik wieder optimal zur Geltung kommt.

Für die Reparatur der E-Gitarre sollten Gitarristen passendes Werkzeug zur Verfügung haben

Für einfache Reparaturen bezüglich der E-Gitarre, von denen wir bereits einige aufgezählt haben, muss keine entsprechende Werkstatt und kein Fachhändler aufgesucht werden. Kleinere Reparaturen können mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug durchaus selbst durchgeführt werden.

Als Basisausstattung für die Instandsetzung der E-Gitarre sollten folgende Utensilien vorhanden sein:

  • Unterschiedliche Schraubenzieher (Größen und Ausführungen sollten variieren)
  • Lötkolben
  • Phasenprüfer
  • Multimeter
  • Ausziehwerkzeug
  • Seitenschneider
  • Innensechskantschlüssel
  • Holzleim oder Knochenleim (kleine Schäden am Gehäuse können ausgebessert werden)
  • Feines Schleifpapier (kann für Reparaturen an der Gitarre selbst verwendet werden)

Die meisten dieser Werkzeuge und Materialien haben passionierte Gitarristen meist ohnehin im eigenen Zuhause zur Verfügung. Wer dann noch etwas Geschick und Liebe zum Detail mitbringt, der kann seine E-Gitarre relativ leicht selbst wiederinstandsetzen.

Gewisse Beeinträchtigungen oder kleinere Schäden lassen sich von jedem Gitarristen selbst reparieren

Es gibt durchaus gewisse Beeinträchtigungen oder kleinere Schäden, die jeder Gitarrist selbst an seiner E-Gitarre reparieren kann. Mit etwas Geschick, Wissen um die Technik und dem passenden Werkzeug ertönt nach der erfolgreichen Reparatur der heißgeliebten E-Gitarre auch wieder der nahezu perfekte Klang.

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